23. Oktober – 7. November 2010
Von Charles Lewinsky
mit Jürgen Brügger und Joseph Scheidegger
Regie: Albert Michel Bosshard
Uraufführung
Zwei alte Männer blenden in ihre Kindheit zurück. Eine Erinnerung, die auch nach Jahrzehnten immer noch nicht verarbeitet ist, voller schrecklicher Geschehnisse, die man nicht wahrhaben will und doch nicht vergessen kann.
Zwei Brüder, Psychologe der eine, Inhaber eines Kleidergeschäfts der andere, beide längst im Ruhestand, treffen sich an jenem Ort, wo sie als Kinder Traumatisches erlebt haben. Ihre Eltern haben sie damals auf einem Bauernhof untergebracht, um sie vor einer nie exakt definierten Verfolgung zu bewahren, und man hat sie dort, hilfsbereit und ablehnend zugleich, tagelang in einem Brunnenschacht versteckt.
Ihr Gespräch kreist in immer neuen Wendungen und Ausflüchten auf immer neuen Umwegen um dieses zentrale Ereignis. Was ist damals passiert, was war so schlimm, dass die beiden sich bis heute schuldig fühlen, obwohl sie doch selber Opfer waren?
Öffentliche Probe und Werkstattgespräch: Samstag, 9. Oktober 2010, 10 – 12 Uhr
Uraufführungs-Gala: Samstag, 23. Oktober 2010, 19 Uhr, mit festlichem Buffet
20. November – 4. Dezember 2010
Gastspiel der "Oper im Knopfloch", Zürich
mit den DarstellerInnen/ SängerInnen Stephanie Bühlmann, Rosina Zoppi, Marcel Fässler, Wolf Latzel und den Musikerinnen Denette Whitter, Yolanda Schibli Zimmermann
Regie: Christian Vetsch
Vier SängerInnen, eine Unmenge von Rollen, ein Klavier und ein Akkordeon, eine verspielte Regie, sieben literarische Texte und sieben zeitgenössische Kompositionen, vier mal vier Meter Bühnenparkett wünschen sich ein Publikum, aufgeschlossen und bereit, sich verzaubern zu lassen von sieben Miniopern mit Texten von Jean Cocteau bis Peter Zeindler und Musik von Erik Satie bis Fabian Müller.
Lebendiges Theater braucht Grenzüberschreitungen – lassen Sie sich ein auf die minimalistischen Kunstwerke, wo alle Sparten der Bühnenkunst verschmelzen! Der ultimative Opernabend!
Probenbesuche und Werkstattgespräch nach Vereinbarung;
Anmeldung ans Kellertheater: telefonisch (052 267 51 17) oder per E-Mail (info@kellertheater-winterthur.ch).
22. Januar – 6. Februar 2011
Von Yasmina Reza
mit Simone Haering, Erich Hufschmid, Myriam Kohler, Christian Heller
Regie: René Schnoz
Zwei 11-jährige Jungs haben sich geprügelt, dabei hat der eine dem anderen mit einem Stock zwei Zähne ausgeschlagen. Das Elternpaar des Geschädigten lädt das Elternpaar des Täters zu sich ein, um „vernünftig und zivilisiert“ über die pädagogischen Massnahmen zu beraten.
Doch es kommt anders als geplant – „der Gott des Gemetzels“ überfällt nicht nur pubertierende Jungs, sondern gelegentlich auch rational denkende Erwachsene. Er lässt diesen Nachmittag entgleisen: Menschen beschimpfen einander, sie werden handgreiflich…
Eine Komödie, die mit treffsicherem Humor die Konfliktunfähigkeit der modernen bürgerlichen Gesellschaft parodiert, einer Gesellschaft, die zwischen Gutmenschentum und Konkurrenzkampf pendelt.
19. März – 3. April 2011
Von Peter Stamm
mit Kaspar Lüscher
Regie: Albert Michel Bosshard
Uraufführung
Er geht durch seine Stadt. Seine Gedanken kreisen. Es geht um die Planung des Plans oder auch deren Unmöglichkeit. Der Plan, soviel ist sicher, ist von grösster Bedeutung.
„Am Anfang war der Plan. Jahrelang habe ich an diesem Plan … nein, immer. Immer. Seit … es ist mein Plan. Ohne den Plan bin ich niemand mehr. Nichts mehr. Es geht nicht um mich. Ich habe eine Aufgabe. Es geht nur um die Aufgabe. Ohne Aufgabe wäre ich ja …“
Ein Monolog voll beissender Ironie, intelligentem Witz und böser Hinterhältigkeit. Peter Stamm schrieb das Stück im Auftrag des Schauspielhauses Zürich – noch in der Ära Christoph Marthaler. Aus verschiedenen Gründen konnte das Stück nicht gespielt werden und blieb in der Schublade liegen. Mit unserer Uraufführung wird eine Facette des erfolgreichen Winterthurer Autors gezeigt, die wenig bekannt ist.
Öffentliche Probe und Werkstattgespräch: Samstag, 5.März 2011, 10 – 12 Uhr
Uraufführungs-Gala: Samstag, 2. April 2011, 19 Uhr, mit festlichem Buffet
23. April – 8. Mai 2011
Von Dario Fo und Franca Rame
mit Karin Wirthner und Andrej Togni
Regie: Arlette Zurbuchen
Die Komödie mit Originaltitel „Coppia aperta, quasi spalancata“ wurde 1983 uraufgeführt. Ein witziges, intelligentes und immer noch aktuelles Stück. Mehr denn je überlegen wir, wie wir eine Zweierbeziehung leben und gleichzeitig unsere individuellen Bedürfnisse wahrnehmen können. Für beide Geschlechter sind die Ansprüche an eine Zweierberziehung sehr hoch. Es gibt für das Zusammenleben keine allgemeingültigen Rezepte mehr, die einfach übernommen werden können.
Fo und Rame liefern in ihrem Stück keine abschliessenden Antworten. Aber sie entlarven, im intelligenten und mit scharfem Wortwitz entwickelten Dialog, schonungslos festgefahrene Verhaltensmuster. Wir lachen über das beziehungsmüde und nicht voneinander lassende Paar, und doch werden wir auf uns selber zurückgeworfen. Wem der beiden bin ich näher? Wie würde ich reagieren, wenn…
Spezialanlässe siehe unter Proben, Apéros, Gala.
Pädagogische Angebote für Schulklassen siehe unter Schulen.