KELLER THEATER WINTERTHUR

 

Uraufführung

MM_BLONDINE BEVORZUGT??

VON DORIS STRÜTT

 

AUF DEN SPUREN VON NORMA JEANE


Mit Wanda Wylowa und Doris Strütt
Text, Konzept und Realisation: Doris Strütt
Endregie: Johanna Zielinski
Video: Elvira Isenring

Sound: Erich Hufschmid
Bühne: Elisa Alessi
Kostüme: Claudia Binder
Maske: Doris Lohmann
Gesangscoaching: Bettina Klöti
Licht: Roger Stieger
Technik: Alice Schönenberger


„Ich spiele doch nur die Imitation meiner selbst." Marilyn Monroe, 1960

Wir glauben, was wir sehen. Dabei sehen wir nur das, was wir sehen wollen. So viele Menschen glauben Marilyn Monroe gekannt zu haben. Sie selbst sah sich als ein Doppelwesen: „Jekyll und Hyde, beides in einem“. Diese Dualität suggerieren die Initialen ihres Künstlernamens „MM“, die sich ihr aufdrängten, weil die Hauptlinien ihrer beiden Hände jeweils ein auffälliges „M“ ergaben. Auch stahl sie sich im Winter 1954 unter dem Decknamen „ZZ“ aka Zelda Zolk aus Hollywood, umdie Medien auf Drängen der Studios das bekannte strahlende Image Monroes, das hart an das Klischee der dummen Blondine grenzte. Alles, was dieser Kunstfigur widersprach, war unerwünscht. Die Ikone durfte keine Kehrseite aufweisen. Doch wie die Medaille, hatte auch die Ikone zwei Seiten. Als sich Marilyn Monroe am 5. August 1962 das Leben nahm, war die Welt fassungslos. Wie konnte sich eine Frau, die alles hatte - Erfolg, Geld, blendendes Aussehen - nur umbringen?


Basierend auf Marilyn Monroes Biographie von Donald Spoto hat die Autorin Doris Strütt eine eigene Stückfassung geschrieben. Aussagen von Monroes Schauspiellehrerin, Natasha Lytess, Monroes Ehemann Arthur Miller, Monroes Psychiater Dr.Greenson und dessen Bekannte Eunice Murray, die gleichzeitig Monroes Haushälterin war, haben darin Platz gefunden. Die beiden Protagonistinnen, MM aka Wanda Wylowa und ZZ aka Doris Strütt wechseln im Verlauf des Abends zwischen den Alter Egos Marilyn Monroes und ihren LebensbegleiterInnen hin und her, loten deren Abhängigkeiten aus und werfen darüber hinaus auch die dringliche Frage auf, was das Frausein im heutigen Kontext bedeutet. Humorvoll, nachdenklich, rebellisch, sich der Wirkung auf Männer bewusst und immer wieder zutiefst verunsichert. Und, um Marilyn Monroes Qualitäten als Sängerin Rechnung zu tragen, werden dabei auch deren Lieder interpretiert.


Mit freundlicher Unterstützung der Hirzel Stiftung, der Walter Haefner Stiftung, der S. Eustachius Stiftung und der Jürg George Bürki Stiftung

 

KRITIKEN
Der Landbote

Thierry Frochaux, P.S.